Rohdetherm

Glühen

Unter Glühen versteht man allgemein das Erwärmen eines Werkstückes auf eine bestimmte Temperatur, Halten auf dieser Temperatur und anschließend, in der Regel, langsames Abkühlen.

 

Alle Glühverfahren führen, sofern sie unter Luftatmosphäre durchgeführt werden, zum Verzundern oder Entkohlen der Werkstücke. Dies macht sich vor allem bei vorbearbeiteten Teilen oder bei Teilen die nachfolgend gehärtet werden störend bemerkbar. Man vermeidet die Entkohlung oder Verzunderung, indem man die Berührung des Stahles mit Sauerstoff vermeidet. Dies geschieht in der Regel durch die Erzeugung einer speziellen, sauerstofffreien Gesamtatmosphäre im Ofen oder aber unter Vakuum. Man spricht dann von einer soge-
nannten Schutzgas- oder Vakuumglühung.

In unseren Anlagen kann als Schutzgas neben Stickstoff, Argon, Formiergasen und anderen in der Regel nicht brennbaren Gasen auch eine 100%ige Wasserstoffatmosphäre hergestellt werden (Glühen unter Wasserstoff).

 

Grundsätzlich werden folgende Arten des Glühens unterschieden:

  • Weichglühen
  • Spannungsarmglühen
  • Normalisierendes oder Normalglühen
  • Rekristallisationsglühen
  • Grobkornglühen